Inklusion
Statement 2013

Bei einer Veranstaltung im vergangenen Jahr habe ich den Slogan gehört:
Handicap- na und?!

Ich fand ihn sehr gut, ging er doch mit dem sehr komplexen Thema Inklusion (oder übertragen ins Deutsche: volle gesellschaftliche Teilhabe) vergleichsweise locker und selbstverständlich um.

Das ist aber noch die Ausnahme. Seit 2006 die sog. UN- Behindertenrechtskonvention entstanden und im Jahr 2012 der Landesaktionsplan für Hamburg verabschiedet worden ist, rückte das Thema mehr in den Vordergrund.

Allein: es ist noch einiges zu tun, um den Einbezug der Belange behinderter Menschen in das öffentliche und private Bewusstsein zu bringen- den Einbezug als Selbstverständlichkeit zu begreifen.

Bedauerlich, dass wir Menschen Regeln und Gesetze brauchen, um angemessen und wertschätzend mit der Andersartigkeit und Vielfalt menschlicher Erscheinungsformen umgehen zu können.
Dies soll kein ethisch- moralischer Diskurs werden, sondern unterstreichen, dass wir alle gemeinsam dafür Sorge zu tragen haben, die Bedingungen von Menschen mit Einschränkungen schnellstens zu verbessern durch die Umsetzung der Ziele der Konvention, bzw. des LAP (Landesaktionsplanes).

Dabei sollten wir berücksichtigen, dass zum Beispiel das Thema Barrierefreiheit nicht nur für Menschen mit Behinderungen die volle Teilhabe ermöglicht:
ebenso Eltern mit Kindern , Menschen die zeitlich begrenzt in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder alte Menschen profitieren gleichermaßen von der Realisierung und Umsetzung der Ziele.

In Altona sind wir gut auf dem Weg:
Ende 2012 haben wir bereits im Rahmen einer fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit die bezirkliche Umsetzung der Inklusion insbesondere in den Bereichen der Planung des öffentlichen Raums und der Bebauung angeschoben.


Ein guter Transmissionsriemen war und ist dabei das Projekt Q8- „Eine Mitte für Alle“, das mit einem 30- Punkte- Programm Ziele und Etappen für eine inklusive Stadtentwicklung am Beispiel der neuen Mitte Altona quer durch alle Lebensbereiche zur Ergänzung des Masterplans verabschiedet hat.

Mit einem fraktionsübergreifenden Antrag für die Bezirksversammlung 2013 sollte u.a. dem Leitgedanke der Konvention (Zitat)“ ..das Anliegen behinderter Menschen zum Bestandteil von Prozessen in Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Wissenschaft zu machen- und zwar von Beginn an und nicht erst, wenn Entscheidungen getroffen wurden („disability mainstreaming“)“ Folge leistet werden. 

Der Antrag wurde mehrheitlich verabschiedet und bildet die Grundlage für die weiteren Aktivitäten in Sachen Inklusion in Altona.

Ilona Schulz-Müller

 

Telefon: 040 / 832 19 48

 

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© Ilona Schulz-Müller, Bezirksabgeordnete in Altona